Regionalverbund Thüringer Wald e.V. plant GmbH

Zur Stärkung der touristischen Entwicklung
24.06.25 11:00

Mitgliederversammlung
Fotoquelle: Maria Klärner | Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Mit der Umwandlung des bisherigen Vereins in eine GmbH will der Regionalverbund Thüringer Wald zukünftig unabhängiger von Mitgliedsbeiträgen und Fördermitteln agieren und neue wirtschaftliche Impulse für den Thüringer Wald setzen. Mit der Initiative soll die Zukunftsfähigkeit der Region gestärkt werden.

Suhl (24.06.2025). Der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. hat am heutigen Dienstag erste Pläne zur Umwandlung des Vereins in die Thüringer Wald Tourismus GmbH (Arbeitstitel) präsentiert. Die Gesellschaft soll künftig als öffentlich-rechtliche GmbH agieren und den Tourismus in der Region wirtschaftlich und zukunftssicher voranbringen. „Der Thüringer Wald ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands. Um unserer zentralen Rolle auch künftig gerecht zu werden und die touristische Entwicklung der Destination innovativ und langfristig stabil gestalten zu können, müssen wir unsere Strukturen modernisieren. Andere Destinationen sind diesen Weg bereits erfolgreich gegangen“, erklärte Geschäftsführerin Antonia Sturm. Ziel sei es, effizienter, flexibler und eigenständiger agieren zu können.

Neue unternehmerische Möglichkeiten

Der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. ist die zentrale Koordinierungsstelle für dietouristische Entwicklung und Vermarktung der Region zwischen Eisenach und Sonneberg, Meiningen und dem Thüringer Meer. Derzeit ist die Destinationsmanagementorganisation als eingetragener Verein organisiert, getragen von Landkreisen, kreisfreien Städten, Kommunen, Verbänden und Vereinigungen, wie beispielsweise IHK Südthüringen, DEHOGA Thüringen e.V., Naturpark Thüringen Wald e.V., Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale e.V. und UNESCO Biosphärenreservat Thüringer Wald) sowie privaten Tourismusakteuren. Sie finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder und Fördermitteln des Freistaats Thüringen.
Künftig soll die GmbH durch unternehmerisches Handeln – etwa eigene Projekte, Dienstleistungen oder Produkte – zusätzliche Einnahmequellen erschließen. „Eine GmbH bietet uns die Chance, wirtschaftlich zu agieren und gezielt auf touristische Marktbedürfnisse zu reagieren. Bei steigenden Kosten und gleichbleibenden Beiträgen schaffen wir uns durch Eigeneinnahmen neue Handlungsspielräume. Das ist in Zeiten knapper öffentlicher Mittel ein zentraler Schritt für die Zukunft“, betonte Antonia Sturm.

Rückhalt aus Politik und Wirtschaft

Peggy Greiser, Vorstandsvorsitzende des Regionalverbunds Thüringer Wald e.V. und Landrätin des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, bekräftigte die Bedeutung des geplanten Schritts: „Als Landkreise tragen wir nicht nur einen Großteil der Finanzierung, sondern auch eine große Verantwortung für die Entwicklung unserer Region. Der Tourismus ist ein entscheidender Standortfaktor – wirtschaftlich, kulturell und sozial. Die Gründung einer GmbH gibt uns die Chance, noch flexibler, nachhaltiger und schlagkräftiger zu arbeiten. Der Vorstand steht geschlossen hinter dieser Entscheidung, weil wir überzeugt sind: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.“

Dr. Ralf Pieterwas, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Regionalverbunds Thüringer Wald e.V. und Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen, betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit: „Die Wirtschaft begrüßt die Absicht des Regionalverbundes, künftig selbst wirtschaftlich tätig zu werden und Teile seiner Einnahmen selbst zu erwirtschaften. Das gewählte Partizipationsmodell, welches alle touristischen Leistungsträger einschließlich der Wirtschaftsverbände aus den Entscheidungsgremien in einen Beirat überführt, muss jedoch klug gemanagt und ernst genommen werden, um erfolgreich zu sein.“

Kooperation statt Konkurrenz

Bedenken, die neue Gesellschaft könne in Konkurrenz zu bestehenden touristischen Akteuren treten, hat Geschäftsführerin Antonia Sturm zurückgewiesen. „Die GmbH ist kein Konkurrenzmodell. Wie bisher werden wir unsere zentrale Rolle der Tourismusentwicklung im Thüringer Wald erfüllen, die uns das Land übertragen hat. Unser Ziel ist es, die Kräfte in der Region zu bündeln und nicht zu spalten. Deshalb setzen wir auf Vertrauen, Transparenz und enge Abstimmung mit allen Partnern.“

Die Entscheidung über die tatsächliche Umwandlung des Vereins in eine GmbH steht noch aus. Während die Pläne am heutigen Dienstag zunächst vorgestellt und diskutiert wurden, werden die Mitglieder zu einem späteren Zeitpunkt darüber befinden. Die Geschäftsführung beabsichtigt, im Laufe des kommenden Jahres als Thüringer Wald Tourismus GmbH agieren zu können.


Kontakt:

Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Telefon: 03681 3530520
E-Mail: presse@thueringer-wald.com

 

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